Recap: Sick New World

 

10.05.2026

RECAP: SICK NEW WORLD 

Paradize Ink @Las Vegas - Sick New World Festival 2026

Beitrag von Daniel – Gründer & Tattoo Artist von Paradize INK

 

 

Las Vegas. Neonlichter. Wüste. Verrückte Menschen. Laute Musik. Genau unser Ding.

 

Wie schon beim letzten Mal führte uns der erste Zwischenstopp nach San Francisco. Ein kurzer Moment zum Durchatmen, bevor das eigentliche Chaos begann. Der Flug lief perfekt, die Stimmung war maximal gut – bis wir schließlich nachts um 23:30 Uhr komplett übermüdet im legendären Circus Circus Hotel & Casino ankamen.

 

Aber wer glaubt, dass man sich nach so einer Reise einfach schlafen legt, kennt uns schlecht.

 

Natürlich ging’s erstmal direkt ins Casino. Ein bisschen zocken, ein bisschen staunen und erstmal Vorräte organisieren. Vegas eben. Irgendwann gegen 4 Uhr morgens landeten wir endlich im Bett – allerdings nur für drei Stunden. Denn Schlaf ist nebensächlich, wenn man in Las Vegas unterwegs ist und jede einzelne Sekunde aufsaugen will.

 

 

 

Erste Eindrücke vom Sick New World

 

Am nächsten Morgen ging’s direkt Richtung Festivalgelände vom Sick New World. Schon beim ersten Blick war klar: Das wird komplett eskalieren.

 

Überall Menschen in den verrücktesten Outfits. Schwarzer Lederlook trifft Cyberpunk. Nietenwesten neben Horror-Make-up. Tattoos soweit das Auge reicht. Extreme Hairstyles, Plateauschuhe, Corpsepaint, Gothic Fashion, Metalheads, Alternative Culture – als hätte jemand sämtliche Subkulturen der letzten 30 Jahre in einen riesigen Hexenkessel geworfen.

 

Und genau das haben wir geliebt.

 

Die Energie dort war unfassbar. Schon bevor die erste Band überhaupt gespielt hatte, war dieses besondere Festivalgefühl da. Dieses Gefühl von Freiheit, Chaos und Gemeinschaft. Natürlich deckten wir uns direkt mit Merch ein und machten danach erstmal einen kompletten Vegas-Tag daraus.

 

 

 

25 Kilometer zu Fuß durch Las Vegas

 

Trotz maximal wenig Schlaf liefen wir an diesem Tag einfach mal knapp 25 Kilometer durch den Strip von Las Vegas. Wer schon mal dort war, weiß: Vegas lebt komplett im Ausnahmezustand.

 

Zwischen gigantischen Casinos, blinkenden Reklamen und völlig absurden Attraktionen verliert man komplett das Zeitgefühl. Jede Ecke fühlt sich an wie ein Filmset.

 

Am Abend zog es uns dann noch an den alten Strip – die berühmte Fremont Street. Und genau dort merkt man den Unterschied zum modernen Vegas. Während der neue Strip geschniegelt und perfekt wirkt, hat die Fremont Street noch dieses dreckige, rohe und komplett verrückte Vegas-Gefühl.

 

Street Performer überall. Rockmusik aus jeder Ecke. Menschen, die aussehen, als wären sie direkt aus einem Rob-Zombie-Film gelaufen. Über einem die gigantische LED-Decke mit Lichtshows, darunter pure Eskalation. Genau diese Mischung aus Chaos, Kunst und Wahnsinn macht Las Vegas so einzigartig.

 

 

 

Sick New World – 14 Stunden Ausnahmezustand

 

Am nächsten Morgen war es dann endlich soweit.

 

SICK. NEW. WORLD.

 

Früh morgens machten wir uns auf den Weg und stärkten uns erstmal typisch amerikanisch in einem Diner. Pancakes, Eggs, Kaffee ohne Ende – genau das Richtige, bevor man 14 Stunden lang komplett durchbeschallt wird.

Und dann begann einer der verrücktesten Festivaltage überhaupt.

Die Hitze der Wüste. Tausende Menschen. Überall Bass, Gitarren, Moshpits und pure Energie. Dieses Festival war keine normale Veranstaltung – es war ein absoluter Ausnahmezustand.

 

Mein persönliches Highlight? Ganz klar: Korn.

Ihr wollt gar nicht wissen, wie oft ich Korn inzwischen live gesehen habe. Aber jedes einzelne Mal fühlt es sich wieder komplett besonders an. Sobald die Riffs zu "BLIND" erklingen und die Jungs auf die Bühne kommen, bin ich einfach in meinem siebten Himmel. 

 

Diese Band begleitet mich seit Jahrzehnten und live liefern sie einfach jedes Mal komplett ab.

 

Aber auch die anderen Bands waren absolut krank (auch wenn ich alle mit Ausnahme Bloodywood bereits mehrfach gesehen habe):

 

Coal Chamber

Evanescence

Marilyn Manson

P.O.D.

Cypress Hill

System of a Down

Acid Bath

Bloodywood

Terror

Knocked Loose

AFI

Melvins

u.v.m.

 

 

Jede einzelne Show hatte ihren eigenen Vibe. Von brutalen Moshpits bis zu emotionalen Gänsehautmomenten war alles dabei. Die Menschen dort haben Musik nicht einfach gehört – sie haben sie gelebt. 

 

Und plötzlich steht einfach Tony Hawk mitten im Festivalgelände. Genau solche Momente machen Sick New World so surreal.

 

 

 

Der letzte Tag in Vegas

 

Der Tag nach dem Sick New World fühlte sich an, als hätte uns ein Truck überrollt. Komplett zerstörte Beine, kaum Schlaf und trotzdem direkt wieder raus aus der Kiste. Vegas schläft schließlich auch nicht.

 

Bevor es zurück nach Hause ging, wollten wir den letzten Tag noch einmal richtig genießen. Also machten wir uns nochmal auf den Weg über den Strip und gönnten uns einen Abstecher zur neuen Sphere.

 

Dieses Ding muss man einfach live gesehen haben. Egal ob tagsüber oder nachts – die Sphere wirkt komplett surreal und passt perfekt zu dieser völlig verrückten Stadt. Natürlich durfte dort auch ein kleiner Shopping-Stop nicht fehlen.

 

Wir genossen die letzten Stunden in Vegas nochmal ganz besonders. Einfach nochmal alles aufsaugen: die Atmosphäre, die Menschen, die Geräusche, den Wahnsinn dieser Stadt.

 

Und wie es sich für Las Vegas gehört, verspielten wir natürlich die letzten Dollar noch am Flughafen, bevor wir völlig erledigt, aber mit unvergesslichen Erinnerungen den Rückflug antraten.

 

 

 

Inspiration für Paradize Ink

 

Was uns besonders hängen geblieben ist: die unglaubliche Kreativität der Menschen dort.

 

So viele einzigartige Styles, Tattoos und Persönlichkeiten auf einem Fleck sieht man selten. Manche komplett im Industrial-Style, andere wie direkt aus einem Horrorfilm. Überladene Tattoo-Body-Suits, Blackwork, Cyber Sigilism, Nu Metal Fashion, Punk, Goth, Horror, Trash, Oldschool – alles wild gemischt und trotzdem komplett authentisch.

 

Genau solche Eindrücke inspirieren uns auch im Studio immer wieder neu.

Las Vegas und das Sick New World zeigen einfach, dass Tattoos, Musik und alternative Kultur zusammengehören. Es geht darum, sich auszudrücken, anders zu sein und genau das zu feiern.

 

Und genau dafür steht Paradize Ink.

 

 

 

Fazit

 

Zu wenig Schlaf. Komplett zerstörte Füße. Sonnenbrand. Dauerbeschallung für 14 Stunden.

…und wir würden es jederzeit wieder genauso machen.

 

Las Vegas war wieder absolut verrückt – und Sick New World definitiv eines der krassesten Festivals, die wir bisher erlebt haben.

Danke an alle, die diese Reise mit uns verfolgt haben.


Und wer weiß… vielleicht sehen wir uns nächstes Jahr wieder mitten im Wüstenchaos von Vegas.

 

Stay sick.


Euer Daniel
Paradize Ink

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